TFA im Trinkwasser: Woher stammt dieser Schadstoff und welche Risiken bestehen?

Leitungswasser
tfa eau potable

Das Leitungswasser, das Sie trinken, kann verschiedene Schadstoffe enthalten. Und einer davon bereitet den Wissenschaftlern zunehmend Sorgen: das TFA, aus der Familie der PFAS.

Hinter diesen drei Buchstaben verbirgt sich die Trifluoressigsäure, eine sehr persistente Verbindung, die unter anderem aus dem Abbau von fluorierten Substanzen stammen kann, die in bestimmten Pestiziden, Herbiziden, fluorierten Gasen oder auch in kosmetischen Produkten verwendet werden.

Heute kontaminiert sie Böden, Grundwasser und folglich das Wasser, das wir trinken.

Das Thema wird sehr ernst genommen. Am 22. Juli 2026 hat die EFSA die tägliche Dosis von TFA, die als gesundheitlich unbedenklich gilt, um das 3,6-fache gesenkt.

Wie gelangt dieser Schadstoff also in unser Glas? Welche Gesundheitsrisiken bestehen? Und kann man ihn wirklich aus dem Leitungswasser entfernen?

Wir klären auf.

Ist TFA gesundheitsschädlich?

Die Eigenschaften von TFA sind besorgniserregend für unsere Gesundheit. Diese fluorierte Verbindung ist ein sehr kleines, sehr lösliches und chemisch stabiles Molekül.

Konkret bewegt es sich leicht mit Wasser, zersetzt sich sehr schwer und bleibt in der Umwelt bestehen. Dies begünstigt seine Präsenz im Wasser und in den Lebensmitteln, die wir konsumieren.

Und die neuesten wissenschaftlichen Daten verstärken die Bedenken. Im Juni 2026 kam das Ausschuss für Risikobewertung der ECHA zu dem Schluss, dass TFA die Kriterien für eine Klassifizierung als „Reprotoxisch 1B“ erfüllt. Es wird daher verdächtigt, toxisch für die Fortpflanzung zu sein.

Tierversuche haben auch Auswirkungen auf die Schilddrüsenhormone und die Entwicklung aufgezeigt. Weitere Folgen, insbesondere auf die Leber, werden ebenfalls untersucht.

Das Problem? Wir können diesem Schadstoff täglich ausgesetzt sein, unter anderem durch das Trinken unseres Leitungswassers.

Warum findet man TFA im Trinkwasser?

Wenn TFA in unserem Trinkwasser vorkommt, liegt das daran, dass es aus zahlreichen chemischen Syntheseprodukten stammt.

Zu den Hauptquellen der Kontamination gehören:

  • Fluorierte Gase: Einige Kältemittel, die in Klimaanlagen und Wärmepumpen verwendet werden, verteilen sich in der Atmosphäre und können sich zu TFA zersetzen. Dieses fällt dann mit dem Regen zu Boden.
  • Fluorierte Pestizide und Herbizide: In der Landwirtschaft eingesetzt, zersetzen sich einige in der Umwelt zu TFA. Dieses durchdringt dann die Böden und kann die Grundwasserleiter erreichen.
  • Industrielle Aktivitäten: Die Herstellung und Verwendung von fluorierten Materialien kann zu TFA-Emissionen führen. Einige Alltagsprodukte, insbesondere Kosmetika, können ebenfalls zur Verbreitung von fluorierten Molekülen in der Umwelt beitragen.

Und hier wird dieser Schadstoff besonders besorgniserregend. Die Familie der PFAS (ewige Schadstoffe) umfasst mehr als 10.000 Substanzen, und viele fluorierte Elemente können sich zersetzen und TFA bilden.

Einmal gebildet, ist es ein extrem stabiles Abbauprodukt. Mit anderen Worten, es verschwindet praktisch nicht mehr.

Folge: Solange seine Vorläufer weiterhin in die Natur eingeleitet werden, wird weiterhin neues TFA gebildet. Der Gehalt in den Wasserressourcen wird im Laufe der Jahre also steigen.

Ein Phänomen, das hilft, das Ausmaß des Problems der PFAS im Leitungswasser besser zu verstehen.

Wie stark ist das Wasser in Frankreich durch TFA kontaminiert?

In Frankreich ist TFA alles andere als ein gelegentlich im Leitungswasser vorkommender Schadstoff.

Zwischen 2023 und 2025 hat die ANSES mehr als 600 Wasserproben untersucht im gesamten Land, einschließlich Übersee. In 92 % von ihnen wurden Rückstände nachgewiesen.

Das Ergebnis: Diese Substanz ist bei weitem das am häufigsten nachgewiesene PFAS, mit einer mittleren Konzentration von 780 ng/L.

Diese massive Verschmutzung zeigt sich auch anderswo in Europa. Im Jahr 2024 haben Générations Futures und PAN Europa Grund- und Oberflächenwasser analysiert in 10 europäischen Ländern.

Die Erkenntnis dieser Daten: eine weit verbreitete Kontamination, die insbesondere in landwirtschaftlichen Gebieten besonders hoch ist.

Noch aufschlussreicher: Die durchschnittliche Messung von TFA betrug 1.180 ng/L, also etwa 70 Mal so hoch wie die aller anderen in dieser Studie untersuchten PFAS zusammen.

Angesichts dieser Ergebnisse fordern die Verbände ein Verbot von PFAS-Pestiziden, eine systematische Überwachung von TFA und die Einführung spezifischer Grenzwerte.

Ist TFA im Trinkwasser in Frankreich reguliert?

Trotz seiner Präsenz in 92 % der von der ANSES (Nationalagentur für Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Arbeit) analysierten Proben hat TFA derzeit keinen gesetzlichen Grenzwert im Wasser in Frankreich.

Seit Januar 2026 schreibt die europäische Gesetzgebung jedoch vor, dass 20 PFAS im Wasser für den menschlichen Verzehr überwacht werden, mit einem Grenzwert von 0,1 µg/L für deren Summe. TFA, das ein ultrakurzkettiges PFAS ist, gehört jedoch nicht zu dieser Liste.

Bis die Arbeiten der Institutionen und der WHO abgeschlossen sind, kann Frankreich auf den deutschen Richtwert von 60 µg/L zurückgreifen. Achtung: Dies ist ein Richtwert und kein gesetzlicher Grenzwert in Frankreich.

Die Situation wird sich jedoch ändern: Ein französisches Dekret sieht vor, die Suche nach TFA im Gesundheitskontroll des Trinkwassers ab Januar 2027 verpflichtend zu machen, zusätzlich zu den bereits überwachten 20 PFAS.

Besser spät als nie.

Kann man TFA aus dem Leitungswasser entfernen?

Gute Nachrichten: Ja, es ist möglich, die Präsenz von TFA im Trinkwasser erheblich zu reduzieren. Aber dazu muss eine geeignete Behandlung verwendet werden.

Sehr löslich und sehr mobil, ist sie besonders schwer mit herkömmlichen Filtrationsverfahren zurückzuhalten.

Genau hier kommt OPropre ins Spiel. Direkt unter dem Waschbecken installiert, kombiniert das System Aktivkohle aus Kokosnüssen und ein speziell entwickeltes Ionenaustauscherharz, um die PFAS zu fangen.

Und was ist mit dem TFA? Bei einem Test, der unter repräsentativen Bedingungen für den Hausgebrauch durchgeführt wurde, erreichte OPropre eine TFA-Retention von 99,9 %.

Das alles, ohne die natürlichen Mineralien zu entfernen und mit wiederverwendbaren, nachfüllbaren und recycelbaren Kartuschen.

So kann man ruhiger Wasser von besserer Qualität trinken, ohne auf Plastikflaschen zurückgreifen zu müssen.

Um mehr zu erfahren, entdecken Sie wie man PFAS aus Wasser filtert.

FAQ
Essai ?

von Pascal Nuti – CIO Solable – Leidenschaftlich für Energie, suche ich ständig nach neuen Verbesserungsmöglichkeiten, indem ich neue Wege mit innovativen Methoden erkunde.

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